
Onkologie/Hautkrebs
Vorbeugung
Das Basalzellkarzinom
Das Spinaliom/Plattenepithelkarzinom
Das Maligne Melanom
Hautkrebsscreening/Photodokumentation
Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen
Als onkologisch verantwortlicher Arzt blicke ich auf
eine langjährige Erfahrung in der Behandlung
gutartiger und bösartiger Hauttumoren zurück. Das
Leistungsspektrum unsrer Praxis beinhaltet
Prävention, Tumorchirurgie, Immun-, und
Chemotherapie sowie eine kompetente Nachsorge
entsprechend den Leitlinien der Deutschen
Dermatologischen Gesellschaft.
In der Funktion als onkologisch verantwortlicher
Arzt kooperiere ich mit dem Tumorzentrum Augsburg
und arbeite mit den onkologisch tätigen Hautkliniken
im Süddeutschen Raum zusammen. Dies ermöglicht
unserer Praxis den Zugang zu den neuesten,
wissenschaftlich anerkannten Therapien der
verschiedenen Formen und Stadien von Hautkrebs.
Die Zunahme der häufigsten Hautkrebsarten in den
letzten Jahrzehnten wird in erster Linie auf die
erhöhte UV-Strahlung infolge des veränderten
Freizeit- und Urlaubsverhaltens der Menschen
zurückgeführt.
Die Idealisierung von sonnengebräunter Haut als
Ausdruck von Gesundheit, Vitalität und Wohlstand hat
den natürlichen Respekt vor der schädigenden Wirkung
übertriebener Sonnenbäder schwinden lassen.
Da
Hautkrebs in der Regel äußerlich sichtbar entsteht,
kommt der Früherkennung besondere Bedeutung zu.
Frühzeitig erkannt, ist Hautkrebs in den meisten
Fällen vollständig heilbar.
Vorbeugen gegen Sonnenbrand ist Vorbeugen gegen
Hautkrebs:
·
Setzen Sie sich nicht ungeschützt direktem
Sonnenlicht aus
·
Dunkle Kleidung und normales Fensterglas fangen
einen ganz wesentlichen Anteil der UV-Strahlen auf,
Wasser ist kein guter UV-Filter
·
Unter leicht bewölktem Himmel besteht die höchste
Sonnenbrandgefahr
·
Tragen Sie rechtzeitig ein Sonnenschutzmittel auf
und wählen Sie ein Mittel, das sowohl gegen UVA- als
auch gegen UVB-Strahlung schützt
·
Denken Sie daran, daß nicht alle Sonnenschutzmittel
wasserfest sind
Häufige Hauttumoren und ihre Behandlung
Das Basalzellkarinom ist mit Abstand der häufigste
Hautkrebs und betrifft überwiegend Menschen um das
sechste Lebensjahrzehnt.
Basalzellkarzinome beginnen meist als halbkugelige,
hautfarbene Knoten, die im weiteren Verlauf
kraterförmig werden und schließlich das Gewebe, in
dem sie wachsen geschwürartig zerstören.
Basalzellkarzinome entwickeln glücklicherweise keine
Tochtergeschwülste (Metastasen).
Chronische Lichtschädigungen der Haut gelten als
ursächlich für die Entstehung von
Basalzellkarzinomen, weshalb diese hauptsächlich in
lichtexponierten Hautarealen wie Gesicht, Hals,
Brust, Rücken und Armen auftreten.
Das Basalzellkarzinom kann meist gut operativ
entfernt werden. Bei früh erkannten
Basalzellkarzinomen ist diese meist ambulant in
örtlicher Betäubung und mit guten kosmetischen
Resultaten möglich.
Bei
oberflächlichen Basalzellkarzinomen bietet sich als
neue Behandlungsmöglichkeit die photodynamische
Therapie als Alternative an. Nach Auftragen
einer sensibilisierenden Creme (Delta-Aminolaevulinsäure)
wird der Tumor in einer Sitzung über 20 bis 30
Minuten mit Infrarotlicht behandelt. Der Vorteil der
photodynamischen Therapie liegt auf der Hand: Sie
macht die Operation überflüssig.
Seltener erfolgt eine Röntgenbestrahlung.
Mit der Methode lässt sich zudem die Ausdehnung des
Tumors exakt erfassen.
In
Einzelfällen werden auch als Creme aufgetragene
Immunmodulatoren angewendet.
Weil Basalzellkarzinome gelegentlich wieder
auftreten oder weitere Basalzellkarzinome auf einer
bereits lichtgeschädigten Haut entstehen können,
sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen in meist
halbjährigen Abständen erforderlich.
Das Spinaliom/Plattenepithelkarzinom
Das Spinaliom tritt meist jenseits des 50.
Lebensjahres auf. Da auch dieser Hautkrebs im
wesentlichen durch UV-Strahlung hervorgerufen wird,
entstehen Spinaliome überwiegend an
sonnenexponierten Hautarealen.
Dieser Hautkrebs entwickelt sich über eine Vorstufe,
die aktinische Keratose. Diese umschriebene,
verhornte, manchmal krustige Rötung ist selbst
harmlos und kann durch Lasertherapie oder
photodynamische Therapie einfach und schnell
behandelt werden.
Die Behandlung des Spinalioms erfolgt meist
operativ, gelegentlich kann auch eine
Strahlentherapie durchgeführt werden.
In
fortgeschrittenen Stadien ist eine Absiedlung
(Metastasen) in Lymphknoten oder andere Organe
möglich. In diesem Fall kann eine Chemotherapie
sinnvoll sein.
Das Maligne Melanom erfährt weltweit ebenfalls eine
Zunahme. In Deutschland erkranken pro Jahr ca. 12
Personen pro 100.000 Einwohner. Leider sind auch
junge Menschen von diesem sehr bösartigen Hautkrebs
betroffen.
Melanome entwickeln sich entweder aus vorbestehenden
Pigmentmalen ("Muttermalen") oder spontan aus
gesunder Haut. Hinweise auf das Vorliegen eines
Melanoms sind:
·
Dunkle, schwarz-braune Färbung.
·
Unregelmäßige äußere Begrenzung oder Färbung
·
Durchmesser von mehr als 3 mm
·
Asymmetrie
·
Veränderungstendenz in der Größe oder Färbung
·
Gehäuftes Auftreten von Melanomen bei Frauen an den
Beinen, bei Männern am Rücken.
Die Therapie erfolgt auch hier überwiegend durch
großzügige operative Entfernung.
Bei einer bereits erfolgten Metastasierung
(Absiedelungen), wird ebenfalls soweit wie möglich
chirurgisch behandelt, zusätzlich kann eine Chemo-
oder Immuntherapie notwendig sein. Im Einzelfall
wird man sich für eine "Impftherapie" (Vakzine")
entscheiden.
Angesichts der zunehmenden Melanomhäufigkeit, der
hochgradigen Aggressivität des Melanoms und der
Tatsache, daß Melanome in ihren Vorläuferformen
erkannt werden können und früh behandelte Melanome
in der Regel heilbar sind, muß der Früherkennung
besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Aus diesen Gründen sollten sich alle Menschen jeden
Alters einer dermatologischen Untersuchung
unterziehen um das persönliche Risikoprofil zu
bestimmen.
Bei mehr als 30 Pigmentmalen, einzelnen
kontrollbedürftigen Befunden oder einer familiären
Neigung zu medizinisch auffälligen Pigmentmalen
werden Kontrolluntersuchungen in mindestens
jährlichen Abständen empfohlen.
Der beste Schutz vor Hautkrebs ist ein vernünftig
betriebener Sonnenschutz. Insbesondere frühkindliche
Sonnenbrände gelten als hochgradige Risikofaktoren
bei der Entstehung des malignen Melanoms.
Da
es sich beim Schwarzen Hautkrebs um einen äüßerst
bösartigen Hauttumor handelt, dessen derzeitige
Therapiemöglichkeiten beschränkt sind, kommt der
Vorsorgeuntersuchung mit Untersuchung der gesamten
Haut und angrenzenden Schleimhäute eine besondere
Bedeutung zu.
Computergestützte Photodokumentationssysteme
verbessern zum einen die Diagnostik, zum anderen
helfen sie, unnötige Operationen von gutartigen
Pigmentflecken zu vermeiden.
Vorsorgeuntersuchungen:
·
Venenvorsorge
·
Hautkrebsvorsorge, Pigmentkontrollen (Muttermale,
Leberflecken)
·
Krebsvorsorge beim Mann
Nachsorgeuntersuchungen:
·
Melanomnachsorge
·
Basaliomnachsorge
·
Karzinomnachsorge
·
Venennachsorge
·
Hämorrhoidennachsorge
©2008 Dr. med Georg
Mooser
|